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So liest du einen Surf Forecast

Alles über Swell, Winde und Gezeiten

Beim Surfen geht es nicht nur um die richtige Technik, Körpergefühl und Kraft, sondern auch um eine Menge theoretisches Wissen, das wichtig ist, um die Wellen zu erwischen und auch für deine Sicherheit im Wasser sorgt.

Das A und O für eine gute Surfsession sind gute Konditionen. Ohne Wellen, kein Surfen. Das ist klar. Zu kleine Wellen können zu langweilig sein. Zu große Wellen können gefährlich werden. Den Surf Forecast lesen zu können, ist daher extrem wichtig, um zur richtigen Zeit am richtigen Surfspot zu sein. Mit deinem Handy in der Hand kannst du ziemlich genau wissen, was in den nächsten Tagen passieren wird, und dich darauf vorbereiten, am bestmöglichen Tag im Wasser zu sein.

Wir empfehlen die Surf Forecasts von Surfline oder Windguru.

Einen Surf Forecast zu lesen sollte jeder Surfer können. Wir helfen dir, das zu lernen. Die Vorhersage ist eine Kombination aus Swell, Swellhöhe, Swellperiode, Wind und den Gezeiten. Lass’ es uns dir Schritt für Schritt erklären.

So liest du einen Surf Forecast Alles über Swell, Winde und Gezeiten

Was ist Swell?

Eine Dünung ist eine Reihe mechanischer oder oberflächlicher Schwerkraftwellen, die von weit entfernten Wettersystemen erzeugt werden und sich Tausende von Kilometern über Ozeane und Meere ausbreiten, bis sie die Küste erreichen und brechen, was dazu führt, dass wir surfen können.

Die Swellhöhe

Swell wird in Swellhöhe angegeben, die sich auf die durchschnittliche Größe der Swell auf dem Meer bezieht. Die Swellhöhe wird mit Hilfe von Bojen gemessen. Die NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration) ist eine amerikanische Organisation, die für die Aufstellung und den Betrieb von Wetterbojen zuständig ist, um Daten wie Wellenhöhe, Dauer und Richtung der Swell, Windgeschwindigkeit und -richtung, Luft- und Wassertemperatur sowie Luftdruck zu sammeln.

Die Swellhöhe wird vom höchsten Punkt der Welle bis zur Basis und die Sekunden zwischen einem Höhepunkt (um einen Durchschnitt zu erhalten) und dem nächsten gemessen, wobei historische und Echtzeitdaten von den Offshore-Bojen verwendet werden.

Es gibt zwei Hauptmaßeinheiten: Fuß (ft) und Meter (m).

1 Fuß = 0,3 m

Je nachdem, wo du dich befindesz, bist du vielleicht mit der einen oder der anderen Maßeinheit vertrauter. Bei den meisten Websites für Surf Forecasts kannst du die Einheit auswählen.

Primäre Swell vs. sekundäre Swell

Swells lassen sich in primäre, sekundäre und sogar tertiäre Swells einteilen, die jedoch nur selten zur gleichen Zeit an einem bestimmten Surfspot auftreten. Dies ist der Fall, wenn verschiedene Stürme an unterschiedlichen Stellen des Ozeans Swells erzeugen, die an einem bestimmten Ort ankommen werden.

Vereinfacht ausgedrückt: Die primäre Swell ist die Swell mit dem größten Potenzial, die Küste zu erreichen, und die sekundäre Swell ist die Swekk mit dem zweitgrößten Potenzial, die Küste zu erreichen. Wenn eine primäre Swell und eine sekundäre Swell in dieselbe Richtung auf dieselbe Küste und denselben Surfspot zusteuern, können sich diese beiden Swells kombinieren und noch größere Wellen erzeugen.

Swellperiode

Die Swellperiode ist die Zeit, die eine Welle braucht, um einen festen Punkt im Ozean zu passieren. Diese Zeit bestimmt, wie schnell sich die Swell über den Ozean ausbreitet. In tiefem Wasser breiten sich Wellen mit langer Periode schneller aus als Wellen mit kurzer Periode. Wenn sie auf flaches Wasser treffen, werden sie daher abrupter abgebremst und brechen mit größerer Kraft. Generell gilt, dass längere Wellenperioden mehr Energie enthalten und die Wellen daher größer und stärker brechen als Wellen mit kurzer Periode.

Periode von 1 bis 5 Sekunden: Wird normalerweise durch lokale Winde verursacht. Zu den Hauptmerkmalen dieser Periode gehören holprige und schwache Wellen.

Periode von 6 bis 8 Sekunden: Wird in der Regel durch regionale Winde verursacht, wodurch besser geformte Wellen mit mehr Kraft entstehen.

Periode von 10 bis 16 Sekunden: Häufig als "Groundswells" bezeichnet. Diese Swell wird in großer Entfernung von der Küste durch starke Stürme erzeugt. Die Merkmale dieser Preiode sind kräftige und definierte Wellen.

Periode von mehr als 16 Sekunden: Eine extrem starke Periode, die nur an bestimmten Surfbreaks entstehen kann. Diese Swellperiode kann große Wellen mit viel Kraft erzeugen und ist daher für Anfänger eher nicht geeignet.

Swellrichtung

Die Swellrichtung ist die Richtung, aus der die Swell kommt, und die hängt speziell von der Geografie des Surfspots ab, den du surfen möchtest. Auf Bali zum Beispiel ist die beste Swellrichtung Südwest, die vom südindischen Ozean kommt. Der Winkel der Swell bestimmt, wie die Wellen an einem bestimmten Spot brechen werden.

Swellrichtung

Wie der Wind das Surfen beeinflusst

Wie der Wellengang hat auch der Wind verschiedene Richtungen. Er funktioniert auf die gleiche Weise wie die Swellrichtung. Dem Surf Forecast kannst du auch die Windrichtung entnehmen. Aus welcher Richtung der Wind bestenfalls kommen sollte, ist abhängig von der geografischer Lage des Spots. Die Windgeschwindigkeit kann in Knoten (kt), Kilometern pro Stunde (km/h) und Meilen pro Stunde (mph) gemessen werden.

Im Allgemeinen werden drei Haupttypen von Winden unterschieden:

Ablandige Winde:

Winde, die vom Land zum Meer wehen. Diese Art von Wind wird von Surfern am meisten geschätzt. Er erzeugt ein sauber brechende Welle.

Auflandige Winde:

Auflandige Winde sind Winde, die vom Meer zum Land wehen. Je nachdem, wie stark sie sind, können sie sich stark auf die Wellen und das Line-up auswirken und es holprig und messy machen.

Schräg ablandige Winde:

Diese Winde wehen seitwärts. Meistens ist unter diesen Bedingungen eine Seite der Welle stärker betroffen als die andere, und je nachdem, wie stark er ist, kann es schwierig werden, auf der dem Wind zugewandten Seite zu surfen.

Wie der Wind das Surfen beeinflusst

Was sind Gezeiten?

Die Gezeiten sind das Ansteigen und Abfallen des Meeresspiegels, das durch die kombinierte Wirkung der vom Mond ausgeübten Gravitationskräfte verursacht wird und durch die Umkreisung der Erde und des Mondes bedingt ist. Es gibt 2 Zyklen, in denen die Gezeiten auftreten können:

Springflut: Eine Springflut tritt bei Neumond oder Vollmond auf. Da Mond und Sonne in einer Linie stehen, sind die Gezeiten auf der Erde größer als sonst.

Nipptiden: Als Nipptiden bezeichnet man eine Periode mit mäßigen Gezeiten, wenn Sonne und Mond im rechten Winkel zueinander stehen.

Wie wirken sich die Gezeiten auf die Surfbedingungen aus?

Beim Surfen gibt es ein populäres Konzept, das als "Gezeitenschub" bezeichnet wird. Die Idee ist, dass eine ankommende Flut mehr Wasser an den Strand drückt, so dass sich diese Energie mit der Wellenenergie zu größeren Wellen verbindet. An Orten mit sehr abrupten Änderungen der Bodentopografie können die Wellen bei bestimmten Gezeitenhöhen vollständig verschwinden.

Da sich die Wellen in Wasser brechen, das etwa 1,25 Mal so tief ist wie die Wellen hoch sind (z. B. bricht sich eine 8-Fuß-Welle in 10 Fuß Wasser), brechen die Wellen nur während der wenigen Minuten am Tag, in denen die Wassertiefe dem 1,25-fachen der Höhe der auftreffenden Wellen entspricht, wenn die Bodentopografie aus einer flachen Felsplatte besteht, die an eine Klippe grenzt.

Bei höheren Gezeiten würden die Wellen einfach auf die Klippe prallen, ohne sich zu brechen, und bei niedrigeren Gezeiten könnten sie sich direkt an der Kante des Felsens brechen. Bei noch niedrigeren Gezeiten kann das Riff vollständig der Luft ausgesetzt sein, ohne dass sich Wasser darüber befindet, und die Wellen schlagen einfach gegen die Felskante, ohne zu brechen.

Um herauszufinden, was an den Surfspots funktioniert, braucht man Erfahrung. Manche sind bei Flut besser, manche bei Ebbe und manche sind nicht abhängig von Ebbe oder Flut. Lerne deinen Spot kennen und du wirst vielleicht eine leere, lustige Session haben, wenn alle anderen meinen, die Gezeiten seien nicht gut. In unserem Kima-Surfsession-Planer findest du für jeden Spot eine Surfspot-Einführung, die genau diese Informationen enthält, um dich mit den richtigen Wellen zusammenzubringen.

Dein Kima-Paket beinhaltet auch unsere Surftheorie-Kurse, in denen wir dir erklären, wie du den Surf Forecast lesen kannst, die Surfetikette oder die verschiedenen Surfboard-Typen zeigen und vieles mehr.

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