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KIMA SURF

Die Surfhighlights der Olympischen Spiele 2024

Ein Rückblick auf die spannenden Olympischen Spiele 2024 mit unseren Highlights

Die Olypmischen Spiele 2024 sind zuende und wir blicken zurück auf DAS Sportereignis des Jahres: unvergessliche Wellen, Barrels wohin das Auge reichte, tränenreiche Abschiede. Die Olypmischen Spiele 2024 im Surfen waren voll gepackt mit einem Highlight nach dem anderen.

Dieses Jahr fand die Olympischen Spiele im Surfen in Tahiti statt, auf der weltberühmten Welle Teahupoo, einer der anspruchsvollsten Wellen der Welt, die entweder den Surf des Lebens oder eine schwere Verletzung bietet. Vom 26. Juli bis zum 8. August kamen hier einige der besten Surfer der Welt zusammen, um ihr Talent unter Beweis zu stellen. Unter ihnen waren zum Beispiel John John Florence, Jack Robinson, Gabriel Medina, Kauli Vaast, Caroline Marks und Tatiana Weston-Webb, die sich in die anspruchsvollen Wellen von Teahupoo stürzten und der Welt ein phänomenales Niveau des Surfens zeigten. Werfen wir einen Blick zurück auf das Sportereignis des Jahres, die Höhepunkte, den Blick hinter die Kulissen und darauf, wer Surfgeschichte geschrieben hat.

Die spannende Geschichte des olympischen Surfens

Von den uralten Wurzeln zum globalen Hype: Die ersten datierten Aufzeichnungen über das Surfen stammen von den Polynesiern, die auf handgefertigten Holzbrettern auf den Wellen surften. Das Surfen kam nach Hawaii, wo es tief in der lokalen Kultur verwurzelt war und als spirituelle Praxis praktiziert wurde, die die Surfer mit dem Ozean verband. Es dauerte einige Zeit, bis das Surfen bei den Olympischen Spielen debütierte, hier eine kurze Geschichte:

In den 1920er Jahren setzte sich die Surferlegende Duke Kahanamoku für die Aufnahme des Surfens in die Olympischen Spiele ein.

1995 erkannte das Internationale Olympische Komitee (IOC) die ISA offiziell als Dachverband für Surfen und Bodyboarden an, womit das Surfen erstmals Teil der olympischen Familie wurde.

Herausforderungen und Triumphe: Surfen wurde bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking nicht berücksichtigt. Das Organisationskomitee für Tokio 2020 schlug jedoch vor, Surfen in die Olympischen Spiele aufzunehmen.

Olympisches Debüt: Bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio feierte das Surfen sein Debüt, was einen besonderen Meilenstein für die Surfgemeinschaft darstellt.

Warum Tahiti?

Bevor wir die Höhepunkte Revue passieren lassen, wollen wir einen genaueren Blick auf die olympische Welle werfen, die dieses Jahr gesurft wurde: Teahupoo. Die olympische Welle befindet sich auf Tahiti, das 15.000 km von Frankreich entfernt ist, was die bisher größte Entfernung zwischen einer Gastgeberstadt und einem olympischen Dorf darstellt. Tahiti ist eine Inselgruppe, die als Territorium zu Frankreich gehört. Französische Polynesier können an den französischen Wahlen teilnehmen und dürfen in Frankreich leben. Der Surfwettbewerb wurde in Tahiti ausgetragen, um die Olympischen Spiele auf ganz Frankreich auszudehnen, was die perfekte Gelegenheit war, die französischen Überseegebiete zum ersten Mal in der Geschichte in die Olympischen Spiele einzubeziehen. Zweitens gelten die Konditionen im Juli und August in Frankreich als schlechtesten des Jahres, was Tahiti zu einem begehrteren Ort macht. Tahiti bietet während des Zeitraum der Olypmischen Spiele in mehr als 60 % der Fälle Overhead-Wellen. Die Chance, auf Tahiti Overhead-Wellen zu erwischen, ist in diesen Monaten dreimal so hoch wie in Frankreich.

An der Südwestküste von Tahiti befindet sich eine der stärksten Wellen der Welt: Teahupoo. Sie ist nicht für ihre Höhe, sondern eher für ihr Gewicht und ihre Dicke bekannt. Die Schwierigkeit dieser Welle besteht darin, dass sich die ankommende Dünung schnell von sehr tiefem Wasser (150 Fuß) auf sehr flaches Wasser (sechs Fuß) bewegt. Diese plötzliche Veränderung führt dazu, dass die Wellen steil ansteigen und über ein flaches Riff brechen. Teahupoo produziert eine hohle Welle mit einer dicken Lippe, die rollende linke Barrels produziert. Zwischen April und September kommt es hier zu großen Südwellen, die zu den größten Wellen der Welt gehören. So fiel die Wahl auf diesen Spot für die Olympischen Spiele nicht schwer. Hinzu kommt die unfassbare Schönheit Teahupoos: geprägt von wunderschönen Bergen, gesäumt von sich wiegenden Palmen und tiefblauem Wasser.

Teahupoo: The pile of Heads

Wie haben sich die Surfer qualifiziert?

In diesem Jahr nahmen 48 Surferinnen und Surfer an den Olympischen Spielen teil, 24 Frauen und 24 Männer. Jedes Nationale Olympische Komitee konnte maximal vier Vertreter qualifizieren, 2 Männer und 2 Frauen, die das qualifizierte Land vertraten. Da zusätzliche Plätze an die bestplatzierten Nationalteams bei den ISA World Surfing Games 2022 und 2024 vergeben wurden, war es theoretisch möglich 3 Surfer pro Geschlecht teilnehmen zu lassen. Bei den Männern waren Japan (2022) und Brasilien (2024) die Siegerländer, daher traten Reo Inaba und Gabriel Medina an. Bei den Frauen waren die USA (2022) und Brasilien (2024) die Sieger, so dass Caity Simmers und Taina Hinckel antreten konnten. Außerdem hat sich der indonesische Profi-Surfer Rio Waida einen Platz bei den diesjährigen Olympischen Spielen gesichert und vertrat Indonesien.

Die Surfer qualifizierten sich durch hervorragende Leistungen bei der WSL Championship Tour2023, den ISA World Surfing Games 2022, 2023 und 2024 sowie den Panamerikanischen Spielen 2023. Darüber hinaus galt die Host Country Quota, die dem Gastgeberland (Frankreich) zwei zusätzliche Spots (1 Frau, 1 Mann) bescherte. Außerdem richtete das Internationale Olympische Komitee eine Einladung an alle Nationalen Olympischen Komitees. Der Surfer oder die Surferin musste unter den Top 50 der ISA World Surfing Games 2023/24 sein, um sich für diesen Platz zu qualifizieren. Dieser Platz wurde vergeben, um die Vielfalt der Surfer, die an den Spielen teilnehmen, zu erhöhen. Die ISA wählte El-Salvador und Nicaragua aus und schickte dann Bryan Perez und Candelaria Resano, die für ihre Heimatländer antreten durften.

Wie haben sich die Surfer qualifiziert?

Surfhightlights der Olympischen Spiele 2024

Bei den diesjährigen Olympischen Spielen hat das Surfen wortwörtlich Wellen geschlagen und die Welt beeindruckt. Die Aufnahme des Surfens in die Olympischen Spiele hat die globale Anerkennung und Beliebtheit des Surfens weltweit stark beeinflusst. Werfen wir einen Blick auf unsere Highlights der Olympischen Spiele 2024 im Surfen:

Wer hat die Olympischen Spiele 2024 im Surfen gewonnen?

Männer:

  • Goldmedaille: Kauli Vaast. Für ihn waren die Olympischen Spiele ein Heimspiel, denn Tahiti ist sein Zuhause

  • Silbermedaille: Jack Robinson, australischer Surfer und Nummer 3 in der WSL-Rangliste

  • Bronzemedaille: Gabriel Medina, brasilianischer Surfer, der während der Olympischen Spiele für großes Medieninteresse sorgte

Frauen:

  • Goldmedaille: Caroline Marks, amerikanische Surferin und Nr. 2 der WSL-Rangliste

  • Silbermedaille: Tatiana Weston-Webb, Profi-Surferin aus Brasilien.

  • Bronzemedaille: Johanne Defay, französische Surferin, die das Gastgeberland vertrat

Einige weitere Highlights, die uns sprachlos gemacht haben und die wir nicht so schnell vergessen werden:

Die Welle des Events von Gabriel Medina

Die nahezu perfekte Welle von Gabriel Medina (Bronze). In der dritten Runde nahm Medina die Welle des Events am größten Tag des Event-Fensters, er kickte raus und sein Foto ging viral. Er erzielte eine 9.90 auf dieser Welle, das Bild seines Lebens und gewann 2,8 Mio. Follower auf Instagram nach den Olympischen Spielen 2024.

Die Welle des Events von Gabriel Medina

Die beste Wettkampfrunde in der Geschichte des Surfens

Runde 3 der Männer war eindeutig der Höhepunkt. Sie wurde als eine der besten Wettbewerbsrunden der Surfgeschichte angesehen. Die Wellen waren “pumping”, und viele surft die Barrels ihres Lebens, wurden zum Teil aber auch in brutalen Wipeouts auf das flache Riff katapultiert.

19. Juli: Teahupoo zeigt sich von seiner gefährlichen Seite

Am 19. Juli fand der größte und gefährlichste Tag des Events statt und Teahupoo zeigte, warum diese Welle nur für die Besten der Besten geeignet ist. Bei starkem Südwest-Swell erlebte Teahupoo Wellen, die sich auf dem Riff entluden und wie ein Hufeisen aussahen, was zeigte, wie gefährlich dieser epische Sport sein kann.

Rücktritt: Carissa Moore beendet ihre Karriere

Eine der inspirierendsten Surferinnen und fünfmalige Weltmeisterin, Carissa Moore, hat unter Tränen ihren Rücktritt vom professionellen Surfen bekannt gegeben. Ihr Auftritt bei den Olympischen Spielen 2024 war ihr großes Finale, doch leider schied sie im Viertelfinale aus.

"Das letzte, was ich sagen möchte, ist, dass ich mich bei allen bedanken möchte, die mich unterstützt haben, nicht nur bei diesem Ereignis, sondern mein ganzes Leben lang. Es ist einfach schön, eine Gemeinschaft zu haben, die hinter einem steht. Also, danke."

Rücktritt: Carissa Moore beendet ihre Karriere

Ohne Fleiß kein Preis?!

Die französische Surferin Johanne Defay hat den olympischen Geist wahrhaftig verkörpert. In Runde 1 hatte sie einen bösen Wipeout, bei dem sie mit dem Kopf auf das Riff aufschlug und mit Blut überströmten Gesicht das Wasser verließ. Überraschenderweise wurde sie danach furchtloser, stürmte in den folgenden Runden die Wellen und gewann schließlich die Bronzemedaille.

Von Gabriel Medinas nahezu perfekter Punktzahl und dem viralen Foto bis hin zu Kauli Vaasts Heimsieg - der Wettbewerb der Männer war vollgepackt mit epischen Momenten, und es wurde viel Talent gezeigt. Bei den Frauen waren Caroline Marks' Weg zu Gold und alle Überraschungen des Wettbewerbs, das frühe Ausscheiden von Carissa Moore und das Auftauchen eines Wals während eines Halbfinallaufs zu sehen. Diese Olympischen Spiele haben gezeigt, dass das Surfen seinen Platz auf der Weltbühne verdient hat, und wir können die nächsten Olympischen Spiele kaum erwarten.

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